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Einweihung des Landschaftssee in Thundorf

 

Die Gemeinde Thundorf hat bereits im Jahr 2007 einen Gewässerentwicklungsplan für den Ransbach aufgestellt und daraus verschiedene Maßnahmen entwickelt. Diese Planung wurde 2015 fortgesetzt mit der Maßnahmen-Planung für die Ransbach Renaturierung, die bis 2019 umgesetzt werden sollte. Damit sorgt die Gemeinde Thundorf in vorbildlicher Weise, für eine bessere Gewässergüte des Ransbaches, so der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde im Landkreis Bad Kissingen, Roland Lenhart.

Als Ergänzung zur Rekultivierung des Gewässers bot sich die Gelegenheit, einen Landschaftssee zu errichten. Dieser ist inzwischen fertiggestellt und wurde im Beisein einiger Ehrengäste zur weiteren Nutzung und Pflege übergeben.

Mit der Schaffung dieses Landschaftssees konnten mehrere Zwecke gleichzeitig erfüllt werden: Naturschutz- und Wasserwirtschaftsfachliche Belange, sowie eine gesicherte Löschwasserversorgung für das Gewerbegebiet „Vogtswiesen“..Der Landschaftssee erstreckt sich über ein Privatgrundstück von Frank Pfennig und zwei gemeindeeigenen Grundstücken. Er hat eine Fläche von ca. 3.000 m², ist an der tiefsten Stelle 3,50 Meter tief und beinhaltet ca. 1.500 m³ Wasser. Eingespeist wird der See  durch Hangschicht- und Grundwasser. Pressesprecherin Lena Pfister bedankte sich im Namen des Landkreises beider Unteren Naturschutzbehörde für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit, sowohl mit der Gemeinde, als auch den Grundstückseigentümern und der ausführenden Firma. War das Projekt in der Planungsphase vor Ort teils umstritten, hat sich die Meinung bei der Mehrheit der Thundorfer Bevölkerung positiv gewandelt. Selbst Landrat Thomas Bold sprach von einem Naherholungs Kleinod, das hier geschaffen wurde. „Warten wir ab, bis alles grünt und blüht, dann schauen wir einmal, wie das schöne Fleckchen von der Bevölkerung angenommen wird“, sagt der Landkreischef. Die Kosten hielten sich mit ca. 50.000 Euro im Rahmen und für die Gemeinde fielen erfreulich keine an. Finanziert wurde das Objekt Landschaftssee laut Roland Lenhart über Ausgleichs- und Ersatzgelder.

Lediglich die Feuerlöschstelle schlägt für die Kommune mit ca. 3.000 Euro zu Buche. Bold lobte die Gemeinde auf diesem Gebiet, denn es war nicht das erste Objekt dieser Art, das in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde und des Landschaftspflegeverbandes durchgeführt wurde

Den Auftrag für die Errichtung des Landschaftssees erhielt die Firma Karl Wohlfart aus Poppenlauer. Die Baggerarbeiten starteten im September des vergangenen Jahres und waren noch rechtzeitig vor dem Wintereinbruch abgeschlossen. Der Mutterboden wurde von Landwirten abgenommen und auf Felder ausgebracht, während der landwirtschaftlich nicht nutzbare Aushub, zur teilweisen Rekultivierung der gemeindeeigenen Deponie verwendet wurde. Dieses wasserdurchlässige Rekultivierungsmaterial ist bestens dafür geeignet, kein Sickerwasser in den Deponiekörper eindringen zu lassen. Der Anfrage der Gemeinde bzgl. der Nutzung des Sees als Löschwasserbecken für das angrenzende Gewerbegebiet, wurde von der Unteren Naturschutzbehörde stattgegeben. Nach Rücksprache mit dem Kreisbrandinspektor wurde vereinbart, dass eine Wasserentnahmestelle installiert wird, um so die Löschwasserversorgung für das Gewerbegebiet sicher zu stellen.

Mit der Maßnahme wurde von Dr. Helmut Fischer med.vet. die Idee geboren, die vom Aussterben bedrohten Edelkrebse im Landschaftssee anzusiedeln. Für Fischer, der auf diesem Gebiet ein Spezialist ist und in eigenen Teichen selbst schon Krebse angesiedelt hat,

ist der Landschaftssee hierfür gerade prädestiniert. Die Übergabefeierfeier wurde jetzt genutzt, um 500 einjährige Edelkrebse für die Vermehrung einzusetzen. Vorher erzählte der Krebsexperte alles wissenswerte über die Edelkrebse, die schon älter als die Dinosauerier sind. Beim einsetzen halfen Landrat Thomas Bold, Roland Lenhart und Peter Piel von der Unteren Naturschutzbehörde, sowie Aglaia Abel vom Landschaftspflegeverband tatkräftig mit. Abgeschlossen wurde die Übergabefeier mit einem kleinen Stehempfang.

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Quelle: Philipp Bauernschubert

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