Home
Zurück
Weiter
   
   
   

Gemeinde Thundorf im Spiegel der Zeit

Thundorf
  Die Erstbesiedler waren Kelten, und das keltische Wort "Tune" finden wir später als "Zaun" wieder.
888 Eine Schenkungsurkunde weist ein Tuomdorfof nach. Vor dem ersten Jahrtausend entstand hier eine Burganlage. Bis etwa um 1300 bewonten die Herren von Thundorf diese Burg.
1480 Noch heute verkündet das in jenem Jahr erbaute Wasserschloß mit seinen mächtigen Zwiebeltürmen von der Bedeutung des Ortes im 15. Jahrhundert. Weitere Bauzeugen dieser Zeit sind Zehntscheune, Gartenpavillon, Brau- und Kelterhaus, Forsthaus. Die Reformation vollzog sich in Thundorf fast reibungslos
1676 Die Plünderungen im 30jährigen Krieg brachten die Herren von Schaumberg in solche Finanznöten, daß sie ihren Besitz für 57 000 Rheinische Taler dem Geschlecht derer zu Rosenbach verkauften. Dazu gehörten nicht nur Schloß, Untertanen und Rechte, sondern auch die ganze Markung Thundorf und die Dörfer Rothhausen und Theinfeld. Die Rosenbachs setzten einen Verwalter ein, sie selbst wohnten in Würzburg.
1806 Als in diesem Jahr das Rosenbach´sche Geschlecht männlicherseits ausstarb, erklärte der Großherzog von Würzburg das Burggrafentum Thundorf, das inzwischen Würzburger Lehen geworden war, als vermannt und anheimgefallen. 700 Morgen Land wurden unter den Bauern aufgeteilt, 750 Hektar Wald fielen an das Fürstbistum. Das Schloßgut wurde verkauft. Da die letzten Dorfherren katholischen waren, wurde Thundorf größtenteils wieder katholisch und Sitz der Pfarrei, von der auch Theinfeld, Rothhausen , Volkershausen und Maßbach betreut werden.
1974 Die Evangelische Pfarrei, eine der ältesten in Bayern, wurde aufgelöst nach Maßbach eingegliedert.
1978 Rothhausen und Theinfeld gehören zur Gemeinde Thundorf.

Theinfeld
1194 erstmals erwähnt.
1317 Theinfeld gehört zur hennebergischen Herrschaft
1354 Übereignung ans Würzburger Hochstift.;
1676 Theinfeld wird an die Rosenbachs verkauft.
1945 Von Kriegsschäden bleibt der Ort weitgehend verschont. Aber von 51 Kriegsteilnehmern blieben 21 auf dem Schlachtfeld, und das bei etwa 200 Einwohnern.
1972 Der Gemeinderat beschloß die Aufhebung der Selbstständikeit von Theinfeld und die Eingliederung in den Markt Maßbach.
1978 Theinfeld wird wieder ausgemeindet und Thundorf zugeordnet.

Rothhausen
1196 erstmals urkundlich erwähnt.
1361 wird der Ort Besitz der Herrn von Maßbach später wird es Besitz der Schaumberger
1528 Einführung des evangelischen Glaubens.
1618 Schwere Verwüstungen im 30jährigen Krieg.
1676 Verkauf an Rosenbach.